Finanzen und Recht im Todesfall

Wenn jemand stirbt, wird der Todesfall beim Folkeregistret gemeldet. Dieses informiert automatisch Nachlassgericht, Bank, Steuerbehörde und Versicherung. Das Nachlassgericht, dänisch Skifteretten, entscheidet über die Verwendung des Erbes (also Vermögen und Schulden des Verstorbenen), und wer es erbt. Die Verteilung des Erbes hängt auch davon ab, ob es ein Testament gibt. Wenn das Nachlassgericht über den Todesfall informiert wurde, erhalten Sie als derjenige, der den Todesfall gemeldet hat, in Ihrer E-Boks eine Mitteilung, das Gericht telefonisch zu kontaktieren. Bevor Sie dort anrufen, müssen die Erben geklärt haben, was mit dem Nachlass geschehen soll. Das Gericht erstellt einen Erbschein als Nachweis, dass die Erben über den nachlass verfügen können. Erst dann können Sie beispielsweise Eigentum erhalten, das der VErstorbene im Krankenhaus bei sich hatte. Wenn der Todesfall im Volksregister registriert wurde, werden die Bankkonten des Verstorbenen normalerweise gesperrt – auch gemeinsame Bankkonten. Ehegatten können erst nach Entscheidung des Nachlassgerichts wieder Geld abheben. Auch Überweisungsaufträge werden gestoppt – selbst bei einem gemeinsamen Konto der Ehegatten. Sie dürfen auch nicht vor der Sperrung Geld vom Konto des Verstorbenen abheben oder über dessen Bargeld verfügen. Sie dürfen auch nicht Rechnungen des Verstorbenen bezahlen, da diese zur Abrechnung des Nachlassgerichts über Vermögen und Schulden gehören.