Probleme mit dem Jobcenter.

Bokja Hansen (49 Jahre) hatte eine Depression und eine Essstörung

Bokja Hansen (49 Jahre) hatte eine Depression und eine Essstörung. Ich schloss 1990 meine Ausbildung als medizinische Assistentin ab. Das war auch meine Tätigkeit, bis ich meine Arbeit verlor, weil ich meine Depression bekam und meine Arbeit nicht mehr bewältigen konnte.

2006 war ich zu lange krankgemeldet. So musste ich durch das Verfahren mit dem Jobcenter und Sachbearbeitern, während ich zugleich viel mit mir und meinem Krankheitsverlauf zu tun hatte. Die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter war wirklich schwierig, muss ich sagen. Ich hatte glücklicherweise eine Kontaktperson, die mich unterstützte und zu den Gesprächen mitkam.

Aber ich konnte mich nicht richtig konzentrieren. Mein Sachbearbeiter schien sich nicht besonders dafür zu interessieren, mir zu helfen. Er sagte mal – als ich wirklich die Zusammenarbeit mit ihm beenden wollte –, dass meine Akte ja sowieso immer unten im Stapel lag, weil er sich eigentlich keine Sorgen um mich machte – ich würde das schon schaffen. Und während des ganzen Ablaufs war er nicht richtig für mich da.

Ich musste selbst all die ganzen Jobtests finden und so weiter. Und dann füllte er nur die Formulare aus. Also ich finde nicht, dass er mir geholfen hat. Dieses Jobsystem war wirklich schwierig. Ich machte mir ja Sorgen über meine wirtschaftliche Lage machte. Dass ich kein Geld mehr bekomme, fühlte ich als ständige Sorge. Ob ich in unserem Haus bleiben könnte und so, weil ich nicht wusste, wie es weitergeht... ja mit meiner Jobsituation überhaupt.